Es gibt viele Vorurteile gegenüber dem Fasten im Monat Ramadan. Oftmals wird behauptet, das Fasten von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang wäre gesundheitsschädlich. Vor allem das man in dieser Zeit nichts trinkt, wird oft kritisiert. Kritische Betrachtungen sprechen auch immer wieder das Thema Dehydrierung an. Dabei ist festzustellen, dass richtiges und bewusstes Fasten eher die Gesundheit stärkt. Als eine Form des Intervallfastens gibt es auch genügend Hinweise auf einen positiven Effekt, die aber weiterhin noch nicht zu Ende erforscht sind.

Allerdings muss man die Ergebnisse solcher Studien auch mit einer gewissen Portion Skepsis betrachten. Fasten ist nämlich nicht allen Muslim*innen vorgeschrieben. Und nicht bei allen Muslim*innen wirkt sich fasten auch positiv aus. Es gibt zahlreiche Ausnahmen und fasten sollten wirklich nur diejenigen, die keine gesundheitlichen Probleme haben. Denn das Fasten obliegt zuallererst denjenigen, die dazu in der Lage sind – sowohl körperlich als auch geistig.

Diese Menschen sollten nicht fasten

Ausgenommen vom fasten sind grundsätzlich:

  • Kinder die noch nicht die Pubertät erreicht haben
  • ältere Menschen, bei denen ein Fasten eine Gefahr für Leib und Gesundheit darstellt
  • erkranke Menschen
  • Schwangere.

Auch gibt es unterschiedliche Meinungen zu Menschen die in ihren Jobs harte körperliche Arbeit verrichten müssen und allein schon durch die beruflichen Gegebenheiten ein Fasten eine Gefährdung der Gesundheit darstellen würde.

Diabetes und Fasten ist möglich

Besonders Menschen mit Diabetes (Zuckerkrankheit) sollten nicht einfach nur fasten, weil sie es wollen. Die moderne Medizin hat sich auf die Bedürfnisse der Patienten eingestellt. So ist es heute für solche Menschen mit Diabetes ratsam, sich, wenn sie unbedingt fasten wollen, zuerst an ihren Arzt zu wenden und unter Aufsicht zu fasten. Auch eine Einstellung der medikamentösen Behandlung kann sinnvoll und notwendig sein.

Tatsächlich ist es in der Mehrzahl so, dass Fasten für diese Menschen kein Problem darstellt, allerdings gibt es Fälle, in denen das Fasten das Krankheitsbild verschlechtern kann. Aus diesem Grund sollte man unter ärztlicher Beobachtung fasten und das ganze auch mit seinem Arzt besprechen. Die Gesundheit des Patienten geht immer vor und ein guter Arzt geht auf die Bedürfnisse ein, wenn er kein akutes oder mögliches Risiko sieht.

Fasten soll nicht krank machen

Grundsätzlich gilt, dass Fasten im Ramadan soll einen nicht krank machen, sondern gesünder. Der Prophet Muhammed (saw) sagte diesbezüglich:

Fastet und ihr werdet euer Wohlbefinden stärken.

Keschful Hafa Band 2 Seite 33

Elf Monate lang im Jahr belasten wir unseren Körper und unsere Verdauungsorgane mit allen möglichen Dingen. Erst im Monat Ramadan können sie sich erholen, wenn man richtig fastet. Denn der Verzicht in diesem Monat sollte auch ein bewusster Verzicht auf ungesundes sein.

Wissenschaftler haben zudem nachgewiesen, dass das Fasten aus gesundheitlicher Sicht viele Vorteile bringt. Der verstorbene Nobelpreisträger in Medizin, Dr. Alexis Carrel, hatte in Bezug auf das Fasten, die Ansicht vertreten, dass dieses die Gesundheit fördert. Das Fasten sorge dafür, dass die Organe im Körper stärker gebunkerte Fette etc. abbauen und schließlich durch neue ersetzt würden. Dies gleiche einer Regenerierung der menschlichen Zellen, was aus gesundheitlicher Sicht sehr wichtig sei.

Erklär-Video des BR darüber, was im Körper allgemein beim Fasten geschieht.
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